Heinrich der Hirschkäfer - Auf der Streuobstwiese ist was los!

Die Geschichte

Streuobstwiesen gehörten früher zu fast jedem Dorf. Sie zählen zu den artenreichsten und damit wertvollsten Lebensräumen Mitteleuropas. Viele selten gewordene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten finden hier eine Heimat - so wie der imposante Hirschkäfer, der größte Käfer Deutschlands.
Wie sehr es sich lohnt, all die einzigartigen Tiere und Pflanzen zu schützen, zeigt die Geschichte von Heinrich, dem liebenswerten Hirschkäfer. Keine Frage: Auf der Streuobstwiese ist was los! (Klappentext).

 

Gewidmet dem vom Aussterben bedrohten Hirschkäfer

Früher kannte ihn jedes Kind - doch heute ist er leider eine Rarität geworden: Der Hirschkäfer, dessen männliche Tiere durch ihren geweihartig vergrößerten Oberkiefer (Mandibeln) auffallen - worauf auch ihr Name zurückzuführen ist. Der Hirschkäfer zählt zu den größten Käfern in Europa, in Deutschland ist er sogar unser größter Käfer: Die Männchen werden durchschnittlich circa 3,5 bis 8 Zentimeter lang, die Weibchen circa 3 bis 5 Zentimeter. Je nach Region wurden dem Käfer weitere Namen gegeben: So ist er auch als Schröter oder als Horn- oder Feuerschröter bekannt, als witzig klingender Donnergugi und als Donnergueg, was auf den alten Beinamen Donar des Gottes Thor zurückgehen soll. Den imposanten Hirschkäfer kannten schon die Römer, die dessen dicke Larven als Delikatesse verspeisten und dessen kleine "Geweihe" als Schutzamulett getragen wurden.

Der stark bedrohte Hirschkäfer, der auch zum Insekt des Jahres 2012 gekürt wurde, benötigt zum ungestörten Gedeihen und Aufwachsen fruchtbare Erde aus Mulm, die bevorzugt vom Totholz alter Eichen, aber auch anderer Bäume stammen kann. Hier, in den Wurzeln, Stämmen und Stümpfen, können sich die Larven, deren Eier vom Hirschkäferweibchen vorher bis zu 75 Zentimeter tief vergraben wurden, gut entwickeln - ihre Entwicklungszeit kann dabei stark variieren, von im Schnitt drei bis sechs, aber auch bis zu acht Jahren. Die Käfer und ihre Larven fühlen sich in warmen, lichten Wäldern, an Waldrändern, aber auch in verschiedenen Offenlandbereichen wie Obstwiesen wohl. Sie sind damit erfolgreiche Kulturfolger, und siedeln sich ebenso in ruhigen Gärten und Parkanlagen an. Ihre Hauptflugzeit lag bei uns in den vergangenen Jahren zwischen Mitte Mai bis Anfang Juli.

Für die Hirschkäfer sind die noch erhaltenen, alten Streuobstwiesen zu einem willkommenen Rückzugsort geworden - ihr angestammter Lebensraum vor allem in alten Eichenwäldern ist vielerorts durch Menschenhand zerstört und/oder verschwunden. Nicht nur ihnen, sondern auch weiteren rund 5.000 Tier- und Pflanzenarten bieten die Streuobstwiesen einen alternativen, abwechslungsreichen Lebensraum: Hier fühlen sich sowohl Arten der Wälder als auch Arten halboffener bis offener Landschaften wohl, Baumbewohner ebenso wie Wiesenfreunde. Vor allem der besondere Höhlenreichtum von Obstbäumen, häufig bereits durch fleißige Specht-Arbeit angelegt, schafft vielen Arten ein geschütztes Zuhause. 
Um auf die Bedeutung der Streuobstwiesen als wertvollen Lebensraum aufmerksam zu machen, wurde das Projekt  „Streuobstwiesen - wertvolle Lebensräume für Wendehals, Hirschkäfer und Kleine Hufeisennase“ in den Thüringer Landkreisen Ilm-Kreis und Gotha, im Rahmen der Förderung der Entwicklung von Natur und Landschaft, ins Leben gerufen. Vertreterinnen und Vertreter des Projekts haben die Entstehung der Geschichte von Heinrich, dem Hirschkäfer, im Jahr 2022 mitentwickelt und fachkundig begleitet. Wir hoffen, dass das Heft im Rahmen der Umweltbildung einen kleinen Teil dazu beitragen kann, die besonderen und liebenswerten Geschöpfe unserer Streuobstwiesen auch für zukünftige Generationen wertzuschätzen, und damit zu erhalten.
 
Das Bilderbuch steht jetzt auch anderen interessierten Umweltbildungsträgern für die eigene Arbeit zur Verfügung, das heißt, es gibt die Möglichkeit zu einem eigenen Sonderdruck (ab 500 Exemplaren). Zwei Seiten im hinteren Teil sind für die Selbstdarstellung und Eigenwerbung vorgesehen. Auch der Umschlag (Logos etc.) wird nach Wunsch entsprechend angepasst. Das fertig gedruckte Heft kann später entweder kostenlos verteilt und/oder zum gebundenen Buchpreis von 2,50€ (incl. MwSt.) weiterverkauft werden.

Ein Ansichtsexemplar wird bei Interesse gerne zusammen mit einer Kostenübersicht (Preise gestaffelt nach Auflagenhöhe) verschickt. Bitte wenden Sie sich gerne an: info(at)drachenhut(punkt)de oder direkt telefonisch unter: 0821-153242 (Ansprechpartner Dieter Nöth)

Einzelhefte für den privaten Bedarf können, solange vorrätig, gerne direkt bei uns zum Preis von 2,50 € bestellt werden, ab drei Exemplaren versandkostenfrei.

Vielen Dank! Gudrun Opladen

 

Weitere Infos unter:

www.drachenhut.de


Heinrich der Hirschkäfer - Auf der Streuobstwiese ist was los!
Eine Geschichte, um das Leben und die Umwelt des bedrohten Hirschkäfers und seiner Freunde auf der Streuobstwiese besser zu verstehen – bisher erhältlich und für die Umweltbildung eingesetzt in der

 

NATURA 2000-Station Gotha / Ilm-Kreis
Träger: Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V.
Markt 15
99869 Drei Gleichen / OT Mühlberg